Die Idee |
«Der Gedanke zu dieser Performance kam mir während einer Fahrrad- Reise durch Nepal, genauer gesagt in der Stadt Pokhara in der zu dieser Zeit das Deepawali Festival stattfand. Anlässlich dieses Ereignisses wird die Beleuchtung der Strassen ausgeschaltet und stattdessen werden viele kleine Kerzen überall angezündet. Bei dem Anblick und mitten im Geschehen, empfand ich ein unbeschreibliches Gefühl der Zugehörigkeit, ein Teil dieser Welt zu sein und in ihr zu leben. Ich habe mich in diesem Moment gefragt, ob es mir wohl möglich sein würde, das wieder so zu erleben.»
Muma Soler
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Das Konzept des Künstlers |
Ein Platz einer Stadt wird in ein Kunstwerk umgewandelt, an dessen Entstehung jedermann sich beteiligt. 127'444 Kerzen durch 950 Freiwillige angezündet und die Städtische Beleuchtung ausgeschaltet. Ein magischer Moment.
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Eine «gesellschaftliche Skulptur» |
Die gesellschaftliche Skulptur ist ein Zeitgenössisches Konzept, das auf der starken Verbindung zwischen der bürgerlichen Gesellschaft und eines künstlerischen Ereignisses beruht. Während der ganzen Vorbereitungszeit (ein Jahr) wurde an diesem gesellschaftlichen Gewebe gewirkt, in dem deren Qualitäten hervorgehoben wurden.
Es entstanden Querverbindungen, durch die man seine Potentiale und seinen Zusammenhalt gestärkt hat, aber auch auf die eigenen Schwächen und Brüche hingewiesen wurde. Die soziale Skulptur handelt aber auch am Tag des Anzündens der Kerzen, als Bilderfabrik, die um eine gemeinsame Erinnerung reicher wird, die gesellschaftliche Vorstellungskraft, die im Innersten von uns lebt, wird genährt. Dieses einmalige Erlebnis, obwohl es viele lange Monate der Vorbereitung bedurfte, wird nur einige Stunden dauern, aber ewig in uns weiterleben wird.
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Die Beteiligten
(950 Einzelpersonen und Gruppen) |
Den beteiligten Personen oder Vereinen wird durch diese plastischen und sinnlichen Gefühlen ermöglicht, sich einen gesellschaftlichen Raum vorzustellen in dem sie in der Zukunft gemeinsam leben werden. Um das zu erwirken, muss den bildlichen, akustischen und gefühlsmässigen Reizen eine Falle gestellt werden. Es geht darum, die Poren unserer Vorstellungskraft zu öffnen. |
Der Umkreis |
Im Herzen der historischen Altstadt: vom Platz St-François hinauf zum Schloss, über die Plätze La Palud, La Louve und der Kathedrale, und über die vielen Wege, die diese Plätze miteinander verbinden.
Während der Vorbereitungszeit konnte der Künstler die Verschiedenen potentiellen Mitarbeiter, aber auch Vereine, Anwohner, Politiker und Künstler kennenlernen. Erklärung, Festlegung and Umsetzung eines Projektes, dessen Verwirklichung nur durch die Gemeinschaft gelingt. „Beleuchten wir Lausanne!“ wurde durch den Willen geboren, dieses gemeinsame Gefühl grosszügig zu teilen, vergänglich, aber für immer in unserer Erinnerung. |
Zur Geschichte |
Der 1. August wird in der Schweiz seit 1891 gefeiert. Traditionsgemäss läuten die Glocken und auf den Gipfeln wird ein Freudenfeuer entfacht. In der heutigen Zeit auch meist Feuerwerke. Da die Schweizer Gesellschaft mehr und mehr kosmopolitisch ist, und in den Städten lebt, erkannte der Künstler die Notwendigkeit sich diesem Projekt auf eine moderne Art zu nähern, nämlich einer Performance die neue Elemente, angelehnt an alte Riten der Zugehörigkeit, freisetzt.
Am 31. Juli 2006 machen wir das Feuerwerk horizontal! |
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Vallauris (Frankreich), 27. Juli 2004
Ort: |
Lausanne |
Datum: |
Montag 31. Juli 2006
(von 20 bis 23:30 Uhr) |
Material: |
127'444 Kerzen |
Beteiligten: |
950 Personen |

Assens (Schweiz), 1. Mai 2004
Girona (Spanien), 10. Mai 2003
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